Assistenzhundetrainerin mit Golden Retriever beim Training im Freien
Beruf Assistenzhundetrainer

Assistenzhundetrainer Werden – Ausbildung, Wege & Kosten

Ausbildungswege, Verbände, Kosten und Verdienstmöglichkeiten – alles was Sie wissen müssen.

2–4 Jahre
Ausbildungsdauer
5.000–15.000 €
Ausbildungskosten
ab 35.000 €
Jahresumsatz möglich

Was macht ein Assistenzhundetrainer?

Assistenzhundetrainer begleiten Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen dabei, einen Hund für spezifische Hilfsaufgaben auszubilden – oder bilden den Hund selbst aus und vermitteln ihn danach. Das Spektrum reicht von Rollstuhlbegleithunden über PTBS-Assistenzhunde bis hin zu Diabetikerwarnhunden.

Es handelt sich um einen der anspruchsvollsten Berufe im Hundetraining: Trainer müssen nicht nur tiefes Fachwissen über Lerntheorie und Verhaltensmedizin mitbringen, sondern auch Empathie für Menschen mit Behinderung, Geduld, Kommunikationsstärke und unternehmerisches Denken.

Ausbildungswege im Überblick

Es gibt keinen einheitlichen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Assistenzhundetrainer". Stattdessen führen mehrere Wege zur anerkannten Qualifikation:

BHV

Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV)

Staatlich geprüfte Ausbildung zum Hundetrainer mit anerkannter Prüfung. Viele Assistenzhundetrainer starten hier.

Bundesweit anerkanntPrüfung2–3 Jahre
VDAH

Verband Deutscher Assistenzhundeteams (VDAH)

Spezialisierter Verband mit eigener Ausbildungsordnung für Assistenzhundetrainer. Zertifizierung nach intensiver Prüfung.

Spezialisierung AssistenzhundePrüfungWeiterbildung
ITN

International Therapy Network (ITN) – Assistenzhunde-Modul

Modulares Weiterbildungssystem für bereits qualifizierte Hundetrainer. Geeignet als Ergänzung zu bestehender Qualifikation.

AufbaumodulInternationalFlexibel
IHK

IHK-Hundetrainer mit Weiterbildung

Kombination aus IHK-Sachkundenachweis und spezialisierter Weiterbildung bei anerkannten Ausbildern oder Verbänden.

EinstiegKombinierbarEigeninitiative

Typischer Weg zum zertifizierten Assistenzhundetrainer

1

Grundausbildung zum Hundetrainer

Erwerb einer anerkannten Grundqualifikation (BHV, IHK oder vergleichbar). Mindestlaufzeit 1–2 Jahre.

2

Berufserfahrung sammeln

Mindestens 3–5 Jahre Praxis als Hundetrainer – am besten mit Erfahrung in Verhaltensproblemen und Tierarztkooperation.

3

Spezialisierung auf Assistenzhunde

Weiterbildung bei einem anerkannten Verband (VDAH, BHV) mit Fokus auf spezifische Behinderungsbilder und gesetzliche Anforderungen.

4

Praxisausbildungen unter Supervision

Erste Assistenzhundeausbildungen dokumentiert durchführen – idealerweise begleitet von einem erfahrenen Mentor oder Ausbilder.

5

Verbandsprüfung & Zertifizierung

Abschlussprüfung beim gewählten Verband. Danach: offizielle Zertifizierung als Assistenzhundetrainer.

6

Haftpflicht, Verein & Netzwerk

Abschluss einer Berufshaftpflicht, ggf. Gründung eines eingetragenen Vereins und Aufbau von Netzwerken zu Ärzten und Sozialdiensten.

Kosten & Dauer der Ausbildung

AusbildungswegKostenDauer
BHV-Ausbildung3.000–8.000 €2–3 Jahre
VDAH-Zertifizierung2.000–6.000 €1–2 Jahre (Aufbau)
ITN-Modul Assistenzhunde1.500–4.000 €6–12 Monate
IHK + Spezialisierung2.500–7.000 €2–3 Jahre

* Hinzu kommen Kosten für Versicherung, Weiterbildungen und die ersten Ausbildungshunde (ca. 2.000–5.000 €).

Verdienstmöglichkeiten

Als selbstständiger Assistenzhundetrainer können Sie mit einer vollständig belegten Region 35.000–65.000 € Jahresumsatz erzielen. Die Preisspanne für eine vollständige Assistenzhundausbildung liegt je nach Hunde-Typ und Anbieter zwischen 15.000 € und 40.000 €.

Trainer, die zusätzlich andere Trainer ausbilden, erschließen sich ein weiteres Standbein: Ausbildungskurse, Supervisionen und Lizenzierungen können den Jahresumsatz erheblich steigern.

Ausbilder in Ihrer Region finden

Einige unserer Portal-Trainer bilden selbst angehende Assistenzhundetrainer aus. Geben Sie Ihre PLZ ein und sehen Sie, ob ein Ausbilder in Ihrer Region tätig ist.

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Häufige Fragen

Ja, eigene Hunderfahrung ist Pflicht. Die meisten Ausbildungswege setzen voraus, dass Sie selbst bereits als Hundetrainer aktiv sind. Für die praktischen Prüfungen arbeiten Sie mit eigenen oder betreuten Hunden.