Die Vermittlung von Assistenzhunden ist eine wertvolle Alternative zur aufwendigen Neubeschaffung. Ob ausgemusterte Arbeitsdiensthunde, umgeschulte Hunde oder direkt von Trainer zu Interessent – hier finden Sie alles Wissenswerte rund um die Assistenzhund-Vermittlung in Deutschland.
Was ist Assistenzhund-Vermittlung?
Assistenzhund-Vermittlung bezeichnet die gezielte Weitergabe von bereits ausgebildeten oder teilausgebildeten Assistenzhunden an neue Halter. Dabei gibt es drei typische Szenarien:
- Ausgemusterte Assistenzhunde: Hunde, die aus dem aktiven Dienst ausscheiden – zum Beispiel wegen Alter, gesundheitlicher Einschränkungen oder weil der bisherige Halter verstorben ist. Diese Hunde haben eine umfangreiche Ausbildung und sind trotzdem in vielen Fällen noch arbeitsfähig.
- Umgeschulte Hunde: Hunde, die für eine ursprünglich geplante Aufgabe nicht geeignet waren, aber für einen anderen Einsatzbereich ausgebildet werden konnten.
- Direkte Trainer-Vermittlung: Trainer, die ausgebildete Hunde für bekannte Interessenten direkt vermitteln, ohne den Umweg über eine Organisation.
Im Gegensatz zur regulären Beschaffung eines Assistenzhundes durch eine Ausbildungsorganisation kann eine Vermittlung deutlich schneller gehen und kostengünstiger sein. Allerdings bedarf es auch hier einer sorgfältigen Prüfung und einer professionellen Eingewöhnungsphase.
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Hund eintragenWas kostet ein vermittelter Assistenzhund?
Ein vermittelter Assistenzhund ist in der Regel günstiger als ein frisch ausgebildeter Hund aus einer Ausbildungsorganisation. Die Kosten variieren stark je nach Ausbildungsstand, Alter und vermittelnder Stelle:
| Situation | Typische Kosten |
|---|---|
| Vollausgebildeter Hund (neu, Organisation) | 15.000 – 30.000 € |
| Vermittelter, voll ausgebildeter Hund | 5.000 – 15.000 € |
| Teilausgebildeter / umgeschulter Hund | 3.000 – 8.000 € |
| Ausgemuserter Diensthund (stark vergünstigt) | 1.000 – 5.000 € |
Hinweis: Auch für einen vermittelten Hund können Umschulungskosten und Eingewöhnungskosten (Trainer, Tierarzt, Grundausstattung) anfallen. Rechnen Sie insgesamt mit 1.000 – 3.000 € zusätzlichen Aufwendungen. Für Informationen zur Kostenübernahme besuchen Sie unsere Krankenkassen-Seite.
Was muss ich bei einer Vermittlung beachten?
Eine Assistenzhund-Vermittlung ist kein normaler Hundekauf. Folgende Punkte sind besonders wichtig:
- Wesenstest: Lassen Sie den Hund vor der Übernahme von einem unabhängigen Trainer oder Tierarzt auf seinen aktuellen Ausbildungsstand und sein Wesensmerkmale prüfen.
- Übergangszeit: Planen Sie eine strukturierte Übergangszeit ein, in der der Hund in Ihrem Alltag und Zuhause eingewöhnt wird – idealerweise begleitet von einem erfahrenen Hundetrainer. Diese Phase dauert typischerweise 4–12 Wochen.
- Nachbetreuung sicherstellen: Ein gutes Vermittlungsprogramm schließt Nachbetreuung ein. Klären Sie vor der Übernahme, ob und in welchem Umfang der vermittelnde Trainer oder die Organisation für Rückfragen zur Verfügung steht.
- Tierärztliche Untersuchung: Lassen Sie den Hund unmittelbar nach der Übernahme vollständig durchchecken. Gesundheitliche Vorerkrankungen sollten dokumentiert und berücksichtigt sein.
- Auffrischungstraining: Je nach bisherigem Einsatzgebiet kann ein Auffrischungstraining notwendig sein, das die spezifischen Aufgaben an Ihre Bedürfnisse anpasst.
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